| Ferdinand Schießl |
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Mir grausts, mi gfreits
Mir grausts, wenn i ausm Fenster schau, und sieg den Himme, so greislig grau. Mir grausts, wenn i in de Nachrichtn hea, bschissen, gschdoin oder gmordet hod wea. Mir grausts, wenn i mit da U-Bahn fahr, weil jeda schaugt, ois oba dodünglücklich war. Mir grausts, schau i mi bei mir dahoam um, weils Gschirr von gestern steht oiwei no rum. Mir grausts vorm Bettgeh jede Nacht, muas wieder raus, no ned richtig aufgwacht.
Zum Grausn konn ma oiwei wos findn, do muas ma se glei gor ned schindn. I frog mi oft, wia konn des sei, dass i mi do no manchmoi gfrei?!
und d’Sonn lacht runter vom Himme diafblau. I gfrei mi, wenn i in de Nachrichtn hea, gwonna, ghoifa oder gspendt hod wea. I gfrei mi, dass d’U-Bahn in d’Stod einefahrt, weil i na ned lang auf an Parkploz wart. I gfrei mi, dass i mei Wohnung hob gfundn, wo i mi dahoam fühl in gmiatliche Stundn. Und wenn i recht miad bin gibt’s gor koa g’Frett, dann gfrei i mi sakrisch a auf mei Bett...
2004 |